Schloss Dornburg an der Elbe
Geschichte Baumeister Hilfe! Galerie Download Stengel Gesellschaft Öffnungszeiten Impressum
Vorgängerbauten Schloss
Bauherrin Gärten Kirche Wirtschaftsgebäude Sonstiges
 1722-1750 1750-1758 1758-1945 nach 1945

Die Geschichte des Schütze-Schlosses 1722-1750
von Stefan Schüler1
Das Fürstentum Anhalt-Zerbst gehörte zu den kleineren deutschen Herrschaftsgebieten. Der Landbesitz der Dornburger Nebenlinie war, im wahrsten Sinne des Wortes, überschaubar. Hier residierte inzwischen der Sohn Ludwigs I., Christian August (1690-1747). Nach dem frühen Tod seiner Eltern (1699 bzw. 1707) besuchte er die "Fürsten- und Ritter-Academie"2 in Berlin und trat dort in den Militärdienst ein. Schon nach wenigen Jahren oblag ihm der Festungsbau in Stettin. 1727 heiratete er die bedeutend jüngere Johanna Elisabeth von Holstein-Gottorp (1712-1760). Christian August wird als General der preußischen Armee und Regimentskommandeur von Stettin nicht viel Zeit in Dornburg verbracht haben. Trotzdem musste am Familienstammsitz etwas geschehen, zumal der Wohnbau inzwischen veraltet war. Für größere Bauvorhaben in Dornburg blieb der Gesamtstaat Anhalt-Zerbst verantwortlich. Dort hatte man 1722 Johann Christoph Schütze (1687-1765) als Hofbaumeister bestallt,3 der nun auch die Schlossanlagen in Zerbst, Friederikenberg und Dornburg zu betreuen hatte.4 In Dornburg besteht sein größter Verdienst darin, aus der vorgefundenen eher planlosen Ansammlung von Bauten, eine symmetrische barocke Anlage geschaffen zu haben. Zu diesem Zweck mussten einige alte Gebäude weichen. Unsere Rekonstruktionszeichnung beruht vor allem auf Schützes Zeichnung,5 die noch aus der Planungsphase stammen muss, da die von ihm später errichteten Gartenmauern hier einen anderen Verlauf zeigen, einige noch abzureißende Bauten eingezeichnet sind und nördlich des heutigen Eingangs zum Gutsbezirk ein "Plaz zum Neuen Brauhaus"5 angegeben ist. Die Brauerei wurde 1728/29 tatsächlich an dieser Stelle errichtet.

Die äußere Gestalt
Nach dem genannten Plan des Baumeisters sollte "der alte und Kirchflügel"
5 im südlichen Hofbereich in den neuen Bau integriert werden. Offensichtlich geschah dies nicht, da im Haushaltsjahr 1727/28 vierzig Taler gezahlt wurden, um "den alten Flügel abzubrechen".6 Weitere Quellen untermauern diese These, weil nun eine Kirche im neuen Flügel entstand.7 und 8 Da die Einrichtung der heutigen Schloss- und Dorfkirche zu großen Teilen aus diesem Bau übernommen wurde,9 und 10 wären für ihn zwei oder zweieinhalb Geschosse zu vermuten. Der alte Kirchenraum hatte wohl nur eine Empore, war aber länger als der heutige.

Das Corps de logis stand etwa an der jetzigen Schlossstelle hatte aber geringere Ausmaße. Nach Schützes Spezifikation vom 14.3.1732, die sich wohl nur auf diesen Hauptbau bezieht, wurde folgendes benötigt:
"Unterstes Stockwerk: 21 Fenster, a 36 Scheiben in jedes Fenster
Mittelstock: 22 Fenster a 48 Scheiben
Dritter Stock: 22 Halbfenster, a 24 Stück
Dachfenster: 22 Fenster, a 36 Stück"
11
Diese Aufstellung lässt ein Schloss von 11 oder 9 Achsen an der Hauptfront vermuten, da unbekannt bleibt, wie viele Fenster an den Schmalseiten waren. Die Beletage mit den herrschaftlichen Repräsentationsräumen ist erhöht. Der für Schützes Schlossbauten in Zerbst, Jever und Dahme charakteristische, starke Mittelturm kann in Dornburg bisher nicht nachgewiesen werden, wäre aber anzunehmen.

Weitere Entwurfszeichnungen sollen nach 1930 noch vorhanden gewesen sein,
12 dürfen inzwischen aber als verschollen gelten. Erst kürzlich entdeckten wir eine Beschreibung des Schlossbaues, die der Zeitzeuge Samuel Lentz in den Grafenspiegel von Friedrich Luca einfügte. Danach war das Schloss nach 1727 "immer besser ausgebauet, und in einen vollkommenen Stand, auch in die Form eines corps de logis und zweyer Flügel gebracht, über dieses beyde Flügel unten am Ende mit Quer-Gebäuden und zweyen Thürmen, inwendig aber die besten Zimmer und Säle mit kostbaren Tapeten, darunter die Persianische die pretieueste war, auch mit andern meublen, Schildereyen von den besten Meistern, einer großen Menge des besten Porcellains und allenthalben mit allen Nothwendigkeiten versehen, da es dann zu einer immer grössern Vollkommenheit gelanget ist, daß diejenigen, so es zu besehen Gelegenheit gehabt, darüber Vergnügen und admiration spüren lassen."13 Aus den Zerbster Kammerrechnungen sind die hier genannten Dimensionen nicht ablesbar, da der weitere Ausbau der Flügel (einiges Baumaterial ausgenommen) auf Kosten der Dornburger Nebenlinie geschah.14

Das Baugeschehen
Um Platz für den Schlossbau zu gewinnen, wurden im Rechnungsjahr 1727/28 ein Turm und wohl die alte Kirche
6 abgerissen. Im folgenden Jahr erhält der Zimmermann Großkopf 98 Taler "auf das Flügel gebäude",15 womit der Beginn des Neubaus gemeint sein könnte. Derselbe reißt den alten Kuhstall nieder15 und Baumeister Schütze bekommt 5 Taler "wegen abbrechung der alten Mauer".15 Beides stand wohl der neuen Schlossauffahrt im Wege. Im Jahre 1729 erscheinen erstmals größere Beträge für Zimmerleute, Bohlenschneider und Maurer "auf die Herrschaftlichen Gebäude" in den Zerbster Kammerrechnungen,16 was auf den raschen Fortgang der Arbeiten schließen lässt. Am 1.6.1731 berichtet der Amtmann Martin Sitzenstock aus Dornburg der Kammer, dass die Maurer wegen Mangels an Steinen ihre Arbeit vom Hauptgebäude auf den Stall verlegt haben.17 Im selben Jahr wird der Tischlermeister Christian Öhlschläger angewiesen, seine Arbeit im Dornburger Schloss zu beschleunigen.18 Gemeinsam mit Salomon Mickan und David Braun erhält er 1732 den Auftrag "wegen Legung des Fußbodens".19 Im selben Jahr haben 2 Tagelöhner am Schloß den "Schutt aus die Zimmer und Boden geräumet, auch dergl. auswendig von den Fuß des Corps de Logis weg gefahren".20 Noch 1731 mussten vorerst Bretter statt eines Daches über die neue Kirche gelegt werden.21 Zwei Jahre danach berichtet ein J. G. Kemmeder, dass Hofmaurermeister Erler mit 4 Gesellen bei Gipsarbeiten in der Kirchendecke beschäftigt ist.22 Ab 1734 werden hier Kanzel, Altar und Orgelgehäuse vom Hoftischlermeister Christian Öhlschläger nach Entwürfen des Baumeisters Schütze angefertigt.23 Im Mai 1736 beginnt der damals renommierte Orgelbauer Caspar Sperling seine Arbeit.24 Am 5.3.1737 beordert die Kammer Zerbst den Baumeister nach Dornburg, um "die beyden Thürme auf denen neuen Bavillons daselbst, in der Höhe und Weite auszumeßen, und mithin von was Größe die Glocken darrin gebracht werden können, schriftl: zu berichten."25 Die letzten Zahlungen betreffen ein "Gatter auf d Altan nach dem Garthen",26 das Uhrwerk aus Magdeburg26 und zwei neue Glocken aus Dresden.27 Somit können wir davon ausgehen, dass 1739 der größte Teil der Dreiflügelanlage vollendet war und nur noch Innenarbeiten, vor allem im 2. Flügel anstanden.

Das Innere
Aus dem Jahre 1739 hat sich ein Inventarverzeichnis erhalten "Waß der Printz Christian August zu Anhalt Zerbst ... an Hausgeräth und Meubles in Dornburg angeschaffet.28 Hier werden u. a. mehrere Galerien und Cabinette, ein großer "boisirter" Saal, ein "Schlaffzimmer" und eine "Bibliothec" genannt.ebenda Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Katharina II. von Russland in diesem Schloss einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. In ihren Memoiren schildert sie ein Erlebnis mit ihrer Erzieherin Babet Cardel: "Sehr gern weilte ich in einem ländlichen Schloß meines Vaters in Anhalt, das zu seiner Apanage gehörte. Es hieß Dornburg und lag nicht nur schön, sondern war auch innen und außen so hübsch wie möglich hergerichtet. Wenn meine Schulstunden vorbei waren, ging Babet Cardel mit mir spazieren, aber ich machte mir noch in anderer Weise Bewegung, wovon Babet nichts wußte. Sie war den ganzen Tag mit mir zusammen und schlief auch in meinem Zimmer, das sie nur für die natürlichen Bedürfnisse verließ; zu diesem Zweck mußte sie einen kleinen Korridor durchschreiten. Bis sie zurückkam, lief ich eine große, vierteilige steinerne Treppe hinunter und herauf und nahm meinen Platz wieder ein. Babet kam immer später als ich und fand mich da, wo sie mich verlassen hatte. Sie war allerdings recht beleibt, aber doch flink und behende für ihren Umfang. Ich aber flog wie eine Feder."29

Vieles ist über die russische Zarin geschrieben worden. Auf ihre Verbindung nach Zerbst wird gern verwiesen aber Dornburg hingegen nur selten genannt.
Nachdem die Hauptlinie Anhalt-Zerbst mit dem kinderlos gebliebenen Johann August (1677-1742) ausstarb, übernahm Christian August aus der Dornburger Nebenlinie gemeinsam mit seinem Bruder, Johann Ludwig II. (1688-1746), die Herrschaft über das Fürstentum. Ab 1746 regierte er noch für ein halbes Jahr, bis zu seinem Tode, allein. Danach übernahm seine Witwe, Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst(-Dornburg nun gestrichen), die Regentschaft für ihren noch minderjährigen Sohn Friedrich August (1734-1793). Der Höhepunkt im Leben der Fürstin dürfte die Einladung an den russischen Zarenhof 1744 gewesen sein. Die Tochter Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst(-Dornburg) heiratete im folgenden Jahr den zukünftigen Zaren. Durch die Verstrickung in einige Intrigen war die Mutter am Zarenhof inzwischen unbeliebt geworden, ihr wurde sogar der direkte Briefkontakt mit der Tochter untersagt. Als Katharina dann 1762 zur Zarin gekrönt wurde, war die Mutter bereits 2 Jahre tot. Johanna Elisabeth stets eine lebhafte Reisetätigkeit entfaltet. Im bereits genannten Inventarium des Schlosses von 173928 ist an mehreren Stellen vermerkt, wo und wann welche Gegenstände gekauft wurden, es umfasst u. a. etwa 300 Gemälde. So ist die Trauer der Fürstin über den Schlossbrand 1750 berechtigt, wenn sie an Fräulein Cardel, schreibt: "Alle meine entzückenden Appartements, meine Bibliothek, mein Kabinett sind verbrannt, das gesamte Corps de Logis; erhalten sind nur noch die Porzellan – Kabinette ...... , und der Flügel, in dem sich die Kirche befindet."30 Der bereits zitierte Samuel Lentz bedauert, "daß von dem schönen Schlosse der rechte Flügel mit dem Quergebäude und dranstehenden Thurm, dann das Corps de logis bis an den linken Flügel hin a. 1750. den 28. Jul. durch Verwahrlosung in Feuer aufgegangen, da ein Fräulein v. D. des morgends das Kohlbecken am Fenster stehen gehabt, und bey offenem Fenster, in ihrer Abwesenheit, der Wind die Gardinen an das Kohlbecken gebracht, woraus die Entzündung derselben, und der Tapeten, so dann des Zimmers und fast ganzen Schlosses entstanden ist. Ein Schade, der sich über anderthalb Tonnen Goldes erstrecken mag, da die schönsten Persianischen aus Rußland mitgekommenen, und wegen des vielen eingewürkten Goldes  auf 40000. Thl. geschätzten Tapeten drauf gegangen, und der Ruß. kostbare S. Catharinen-Orden, wenigstens 15000. Thaler werth, sich auch dabey verloren hat, welchen grossen und bedauernswürdigen Verlust Gott dem Hochfürstl. Hause auf eine andre Art ersetzen wolle. Übrigens ist die mehr als Fürstl. Großmuth und Gelassenheit, womit der Frau Regentin Hochfürstl. Durchl. dieses grosse Leyden mit angesehen und nachher getragen, recht zu bewundern gewesen."31 und 32 Die beim Brand geretteten Stücke füllten noch 1795 Kellergewölbe und vier Zimmer im neuen Flügel des Zerbster Schlosses.33


Fürst Christian August von Anhalt-Zerbst -Dornburg.

Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst -Dornburg.

Blick zum Kanzelaltar in der heutigen Schloss- und Dorfkirche.

Blick zur Fürstenloge in der heutigen Schloss- und Dorfkirche.

Rekonstruktionsversuch zum Bauzustand von 1750.

Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst -Dornburg, die spätere Zarin Katharina II (die Große) ist hier als Großfürstin dargestellt.

Denkmal für die Zarin Katharina II (die Große) in der Stadt Zerbst.


zur Geschichte des Stengel-Schlosses (ab 1750)

Quellen und Anmerkungen
  1. Ich bedanke mich für Materialien, Hinweise und Unterstützung bei Oranna Dimmig (Berlin), Erhard Micklisch † (Dornburg) und Rolf Thiel (Zerbst). Horst Dauer hat in seinem Buch (siehe 12) erstmals explizit auf die Existenz des Schütze-Schlosses hingewiesen, hier wurde auch der Schütze-Plan (siehe 5) zuerst veröffentlicht.
  2. Samuel Lentz: Becmannus enucleatus, suppletus et continatus oder Historisch-Genealogische Fürstellung des Hochfürstlichen Hauses Anhalt und der davon abstammenden Marggrafen zu Brandenburg, Herzöge zu Sachsen und Sachsen-Lauenburg.- Cöthen und Dessau 1757 
  3. Landeshauptarchiv Land Sachsen-Anhalt, Nebenstelle Dessau (Abk. LHASA, DE), Facharchiv Zerbst, Fach 12, Nr. 7/2, Folio 257 - 267. Ich bedanke mich bei den stets freundlichen und zuvorkommenden Mitarbeitern, insbesondere bei Herrn Brünnler.
  4. Dirk Herrmann: Schloß Zerbst in Anhalt, Geschichte und Beschreibung einer vernichteten Residenz, Verlag Schnell und Steiner GmbH – Regensburg, 2005
  5. Situationsplan des Schlosses Dornburg, undat., beschriftet von J. C. Schütze, Graphische Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern, vor allem bei Frau Heise, für die vielfältigen Hilfen auch bei der Transkription der schlecht lesbaren Originale.
  6. LHASA, DE, Kammerrechnungen Zerbst, 1727/28, Seite 190-193
  7. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 3495, Folio 7 Vorder- und Rückseite
    "Gehorsamstes Memorial In Hoch=Fürstl: Cammer Eingegebe d. 13. Septemb: 1729
    ... [?] Beschalung der Kirchen Decke item einrichtung derer Chore in dem Neuen Flügel des Hochfürstl. Schloßes zu Dornburg"
  8. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 483, Folio 10
    Der Dornburger Amtmann Martin Stitzenstock teilt am 19.04.1731 mit, dass auf Anweisung Christian Augusts von Anhalt-Zerbst-Dornburg vorerst Bretter statt eines Daches über die neue Kirche gelegt werden.
  9. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 3491, Folio 21 - 34: Einbau der reparierten Orgel aus der alten Kirche
  10. LHASA, DE, Kammerrechnungen Zerbst 1754/55: 14 Taler „denen Tischlern Gauß und Wicken, den Ornat, Canzel, Altar, Stühle, Bäncke, Füßboden und alle Tischler=Arbeit abzubrechen, auch die Fenster auszunehmen, und, zum Gebrauch in unser neuen Kirche, in Verwahrung zu bringen.“ 
  11. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 1571, Folio 10
  12. Horst Dauer: Schloßbaukunst des Barock von Anhalt-Zerbst, Böhlau Verlag - Köln, Weimar und Wien 1999, Seite 244
  13. S. Lentzens / Diplomatische Fortsetzung / und / zum Theil Ausbesserung / von / Friedrich Lucä / Grafen-Saal / worinn dißmahl / Die Grafen von Arnstein, und die davon abstammende / Grafen von Barby und Mülingen, / auch Grafen / von Lindow und Rupin / Dann / Grafen von Dornburg, die von Arneburg, / die von Osterburg und Althenhausen / Aus zuverläßigen Scribenten und gedruckten und ungedruckten / Urkunden beschrieben und aufgestellet werden / Johann Andreas Bauer – Halle, 1751, Seite 178 (Exemplar der Francisceumsbibliothek in Zerbst)
  14. Herzogliches Haus und Staatsarchiv, Abt. Zerbst, Amtssachen (alte Bezeichnung, Akte nicht gefunden)
    Veröffentlicht in: Dr. Wäschke (Hrsg.): Alt Zerbst, 6. Jahrgang, 1909, Druck und Verlag von H. Zeidler – Zerbst, Nr. 41
    "Hochedelgeborner Herr Kammer Rath.
    Da Meines Herrn Vetters des Regierenden Fürsten Gnd. Sich gütigst erbothen, die Materialien zu Fortsetzung Meines Dornburgischen Baues Mir zu geben und Ich wegen der zu entendirenden zwey Flügel, wovon Sr. Gnd. ein broullon zwar gewiesen, doch aber den eigentlichen Riß zu Sr. Gnd. approbation noch nicht schicken kann, in mittelst aber der rechte Wadel auf Sebastian zu Ende gehet, so ersuche Meines Herrn Vettern Gnd. vorzutragen, daß Sie geruhen möchten in Zeit von Acht Tagen zu sothanen Behuf nach beyliegender designation das Holtz schlagen zu laßen. Ich werde nach meiner retour von Schweth den plan an sie selbst zu dero approbation übersenden. Ersuche mir von dem Erfolg einige Nachricht zu geben und verbleibe Ew. HochEdelgeb. Stets williger Diener.
    Stettin d. 26. Decbr. 1735.    Christian August FZ. Anhalt"
  15. LHASA, DE, Kammerrechnungen Zerbst 1728/29, Seite 196
  16. LHASA, DE, Kammerrechnungen Zerbst 1729/30, Seite 193/194
  17. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 483, Folio 12
  18. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 483, Folio 8
  19. LHASA, DE, Facharchiv Zerbst, Fach 94, Nr. 11, Folio 4
  20. LHASA, DE, Facharchiv Zerbst, Fach 94, Nr. 7, Folio 53
  21. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 483, Folio 10
  22. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 6427, Folio 1 und 2, J. G. Kemmeder berichtet am 14.08.1733 der Kammer Zerbst.
    Schon Dauer (vgl. 12) nahm hier Johann Georg Kemmeter an. Derselbe war preußischer Baudirektor und Lehrer des G. W. von Knobelsdorff, erbaute ab 1734 Schloss Rheinsberg.
  23. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 3495, Folio 13, LHASA, DE, Facharchiv Zerbst, Fach 94, Nr. 11, Folio 15 und LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 3495, Folio 14 – 15
  24. vgl. Erhard Micklisch: Caspar Sperling, ein Orgelbauer, "dessengleichen nicht leicht zu finden". In Zerbster Heimatverein (Hrsg.): Zerbster Heimatkalender 2005 - Zerbst, 2004 
  25. LHASA, DE, Kammer Zerbst, Nr. 3495, Folio 16
  26. LHASA, DE, Kammerrechnungen Zerbst, 1737/38, S. 207
  27. LHASA, DE, Kammerrechnungen Zerbst, 1738/39, Seite 224: "2 Taler 6 Groschen wegen der herunter gebrachten beÿden Glocken von Dreßden dem Stein Schifffer Mützen"
  28. LHASA, DE, Kammer Zerbst 2549, Folio 24 bis 26
  29. Katharina II.: Memoiren, Bd. 2, Insel Verlag Anton Kippenberg – Leipzig, 1986, Seite 21
  30. Hermann Wäschke: Briefe von Johanna Elisabeth an die Hofkammerjungfer und Freundin Cardel Brief Nr. VII: in Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Geschichte und Altertumskunde, Vierter Band, Dessau 1886, Seite 476 (Übersetzung aus dem Franzosischen von Oranna Dimmig, Berlin)
  31. siehe Anmerkung 13, Seite 195
  32. Ankuhner Pfarrbuch zitiert von K. Hundert: Dornburger Schloßbrand. In: Alt-Zerbst (23) 1926, Nr. 2, Seite 4/5.
    "1750, am 28. Juli, morgens um 8 Uhr, ist das schöne und kostbare Schloß Dornburg (a. Elbe), welches der Witwensitz der Durchl. Regentin ist, durch eine plötzliche und entsetzliche Feuers=Brunst fast gänzlich in die Asche geleget worden. Man rechnet den Schaden auf mehr als 150000 Thlr. Am 10. Sonntage nach dem Feste der heiligen Dreyeinigkeit mußten auf höchsten Befehl der Stadt=Prediger und auch der hiesige in den Vor= und Nachmittags=Predigten den Gemeinden das gnädigste Wohlgefallen bezeigen, welches die Durchl. Regentin an der von den Unterthanen bey diesem Brande geleisteten treuen Hülfe gehabt. Der linke Flügel darinnen die Kirche befindlich, ist noch gerettet worden. Wie die gemeine Rede gehet soll die Unvorsichtigkeit des Cammer=Fräuleins von Dewitz an diesem Brande schuld seyn. Dieselbe hat, als sie aus ihrem Zimmer gegangen, in demselben ein Kohlfeuer stehen lassen, welches wegen der offenen Fenster einen stärkeren Zug gehabt und entweder das Bette oder die Fenstervorhänge ergriffen. Dieses Fräulein hat nicht lange nachher den Hof verlassen und sich wieder in ihr Vaterland begeben."
  33. LHASA, DE, Abteilung Dessau, B 2o, Nr. 41